Timme & Fred - Jetzt bauen wir!

Timmäh und Fred

- Jetzt bauen wir! -


Es ist nun schon einige Zeit vergangen, dass sich Timme und Fred kennen und lieben gelernt haben.

Seit 2 Monaten wohnen die beiden nun in Timmes Mohrrübenhaus und es wird langsam ein wenig eng.

Eines schönen Tages saßen Timme und Fred also auf der Veranda und tranken ihren üblichen Afternoon-Tea.
Plötzlich seufzte Fred leise.

"Was...was hast du denn, Fred?!", fragte der verstutzte Timme. Seit Fred bei ihm wohnte waren seine Sprachprobleme deutlich besser geworden, doch er stotterte immer noch.

Fred schaute traurig zum Haus hinauf.
"Ich... Ich will das hier nicht mehr, Timme!", sagte er trotzig.

"D...du willst gehen? M..mich einfach sososo verlassen?", schluchzte Timme enttäuscht.

Fred runzelte die Stirn. Er hätte wissen müssen das Timme überzogen reagieren würde. Doch Fred wusste auch, dass das Beisammenwohnen ihrer Freundschaft nicht gut getan hatte. Fred war zunehmend genervter über Timmes seltsame Angewohnheiten.

"Nein du Dummerchen.", er schüttelte den Kopf. "Ich finde bloß, dass wir nicht weiter SO hier hausen können! Eine 1-Zimmer-Wohnung ist nun wirklich nicht förderlich für unsere Freundschaft!"

"Aber... Aber..." Timme hielt inne. Was wollte er eigentlich sagen?
"Aber was?", fragte Fred.
"Du bist doch mein Fred!"

"Natürlich bin ich dein Fred! Aber, weißt du: Ich brauche meine Freiheiten und das geht in einer 30m² Wohnung einfach nicht!"

Timme schmollte. "D-D-Dann geh d-doch!"

Fred schaute ihn mit großen Augen an. Nicht nur das Timme auf einmal wieder anfing so schlimm zu stottern, nein, er wollte IHN, seinen besten Freund, aus der Wohnung schmeißen! So etwas hätte er nie von ihm erwartet, selbst wenn er ihn eigens provoziert hatte.

Doch Fred war kein dummes Kerlchen. Flux kam ihm eine geniale Idee.

"Wie wäre es", sagte er, "Wenn wir mir ein Haus neben deinem bauen?"

"Das wäre ja...ultramegahyper..." Fred grinste. Timme konnte man eben sehr leicht eine Freude machen!

"Ich weis auch schon genau wo drin ich wohnen möchte!"
Freds Augen begannen zu glänzen. Er hatte erst gestern auf einem riesigen Komposthaufen eines Menschen eine riesige Tomate gesehen. Fred war sich sicher, dass sie genmanipuliert war, doch sie war einfach
perfekt!

"Wo..wo denn drin?", fragte ihn Timme.

"In einer wunderschönen, saftigen, roten Tomate. Die, die bei Herrn Hutzel hinten im Garten liegt, weist du?"

Timme wusste. Auch er hatte die herrlichste aller Tomaten gesehen. Doch für ihn war sie bloß Gemüse und kein Ort zum Wohnen.
"Die, die schon am verschi-verschimmeln ist?"

Fred blickte verärgert auf: "Die schimmelt doch nicht! Also wirklich Timme!" Also gingen die 2 zum Garten von Herr Hutzel, nur um zu sehen dass Timme recht gehabt hatte.

Fred schluchzte sehr laut und sehr heftig.
Timme tätschelte seinem besten Fred die Schulter und besah sich den Komposthaufen genauer. Doch er fand nichts was man hätte verwerten können. Doch da! Ja, das war doch perfekt für den kleinen Fred!
"Fred sieh mal d-da!"

Er zeigte mit seinem Finger auf einen großen und nahezu, nein was heißt schon nahezu, einen perfekt orangfarbenen Kürbis!

Fred hob den Kopf. Und plötzlich war es, als würden die Wolken an Freds tristem Himmel aufbrechen und ein Chor von Engeln begann zu singen.
"PERFEKT!", jubelte Fred.

So begannen sie in den nächsten Tagen, nachdem sie Freds neues Haus neben Timmes Mohrrübe gestellt hatten, den Kürbis auszuhöhlen und Türen und Fenster einzubauen.

Da bald Halloween war, erlaubte sich Timme einen kleinen Scherz, indem er aus den Fenstern drohend-starrende Augen machte.
Fred fand das ganze weitaus weniger komisch.

Nachdem er ihn einige Stunden nur noch beleidigt angeguckt hatte, bauten sie ihm große Fenster die einen phänomenalen Blick in die Ferne erlaubten!

Nach einer Woche war die gröbste Arbeit gemacht. Doch die Einrichtung fehlte! So machten sich Timme und Fred auf zu Ikea.

"Oh Fred guck da sind Billy und Robin!", Timme hatte seine Lieblingsmöbelstücke entdeckt!

Desinteressiert nickte Fred und schaute sich einen seidenen Vorhang in quietschgelb an. Er war entzückend.

"DEN will ich!", er huschte weiter in die Kissenabteilung während der arme Timme alles einpacken musste. Dort deckte sich Fred mit ca. 100 Kissen in verschiedenen Größen ein, er wollte es schließlich romantisch und einfach wunderschön in seinem Haus haben.

Plötzlich ertönte hinter ihnen eine Stimme.
"Kann ich Ihnen hölfen?" Vor ihnen stand ein kleiner Esel, eingewickelt in blau und gelb, den Farben von Ikea.

Erschrocken blickte Fred hoch, so etwas war ihm noch nie begegnet.

Freundlich schaute der Esel vom erschrockenen Fred zum begeisterten Timme. Timme fand Esel schon immer einfach nur cool.
"Ich bin der Stanley", sagte der Esel und klopfte stolz auf seinen Ikea-Anhänger.

"Hallo ich bin T..t..timmääh und das ist Fred, mein bester Fred!" Also unterstützte sie Stanley, der überhaupt kein Schwede war (- skandalös!) bei der Möbelsuche. Und 6 Stunden später hatten sie alles beisammen.

Fred war besonders begeistert von seinem Bett, dessen Gestell ganz aus Käse war. Er musste sich stark am Riemen reißen, um nicht hineinzubeißen.

Es vergingen weitere 2 Wochen bevor das Haus perfekt eingerichtet war. Dann gab Fred die erste Möhrentee-Party. Sie hatten viel Spaß zusammen, denn auch Stanley kam. Und dann wurde es Abend und Timme ging zum ersten Mal seit langem ohne Fred nach Hause!


14.10.08 15:37
 


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